Misteltherapie
Zwischen Diagnose meiner Krankheit und dem Therapiebeginn habe ich mit vielen, vielen Leuten gesprochen. Zu meinem Erstaunen haben mir vier voneinander unabhängige Personen von einer Misteltherapie mit dem sogenannten Präparat "Iscador" erzählt. Alle vier berichteten mir auch von dem selben Krankenhaus (Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke), welches neben einer schulmedizinischen Therapie AUCH eine alternative homöopathische Therapie mit Iscador anbietet.
Da ich der Homöopathie eigentlich sehr aufgeschlossen gegenüber stehe, hatte ich ja nichts zu verlieren und bat um ein Beratungsgespräch mit einem entsprechenden Onkologen.
Das Gespräch kann ich sehr kurz zusammenfassen, da es auch nicht wirklich lange gedauert hat:
Ich fragte den Arzt, ob eine Mistelbehandlung eine alternative, schonendere Behandlungsmöglichkeit bei Morbus-Hodgkin sei. Doch dies verneinte der Arzt direkt und sagte, dass dies bei MH und dazu noch in meinem jungen Alter (ich bin 23 Jahre alt) definitiv keine alternative Möglichkeit sei und ich nicht um eine schulmedizinische Therapie mit Chemo und Bestrahlung vorbeikommen würde.
Die Antwort war eindeutig und ich war zumindest zufrieden, dass ich mich danach erkundigt und eine fachlich kompetente Antwort bekommen habe. Somit konnte ich mich "beruhigt" auf die Chemotherapie vorbereiten.